Feiern in Stuttgart / Open-Airs für Raves im Gespräch

Der Rave auf dem Pariser Platz Ende Juni war nur ein Anfang. Zumindest wenn es nach dem Club Kollektiv Stuttgart geht, das die Interessen der Stuttgarter Akteure des Nachtlebens vertritt, soll es nicht bei der Freiluftveranstaltung im Rahmen des Clubfestivals „Durch die Nacht“ bleiben. Jetzt hat es dem Gemeinderat fünf städtische Freiflächen als Vorschlag unterbreitet, wo künftig legale Electro-Partys unter freiem Himmel gefeiert werden sollen. Den ersten Reaktionen nach ist die Kommunalpolitik nicht abgeneigt, das Vorhaben zu unterstützen.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.feiern-in-stuttgart-diese-open-air-flaechen-sind-fuer-raves-im-gespraech.157a63d1-d212-4dc6-9b20-aae33c78e565.html

Pressemitteilung Gartensia / Besetzung in Tübingen

„Am Freitag, den 19. Juli, wurde das große Haus in der Gartenstraße 7 in bester Lage mit Blick auf die Tübinger Neckarbrücke besetzt. Die Gewerberäume des Hauses stehen seit über 20 Jahren leer, die Wohnräume darüber sind seit mindestens 10 Jahren unbewohnt. Die Besetzer*innen haben das alten Gebäude nun liebevoll auf den Namen Gartensia getauft und direkt mit dem Putzen und Reparieren begonnen…“

gartensia.noblogs.org

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Kulturschaffende abseits des Mainstreams und ohne finanzielles Risiko Erfahrungen sammeln und sich vor Publikum präsentieren können. Doch auch über den künstlerisch-kulturellen Bereich hinaus ist es unser Ziel, engagierte Menschen zusammenzubringen um die Vielfalt und den Austausch verschiedener Ausdrucksformen zu fördern.

Wir streben Ereignisse hybriden Charakters an, in denen sich nicht nur verschiedene Kunstformen sondern auch soziale und politische Sphären miteinander vermischen und Neues entstehen lassen. Konflikte und Differenzen erachten wir in diesem Sinne als Chance, bislang nicht beachteten Perspektiven eine Plattform bereitzustellen, diese in einen Diskurs zu integrieren und uns weiterzuentwickeln.

Hasentrauermarsch 30.4.2019

Mit der Schließung des White Rabbit verliert Freiburg einen Ort, der mehr als eine Dekade lang und bis zum Schluss, eine zentrale Rolle in der subkulturellen Landschaft Freiburgs einnahm. Es setzt sich darin der Rückgang öffentlicher Räume, die – nicht primär gewinnorientiert – jungen und experimentellen Künstlern und Kulturschaffenden eine Plattform bieten, fort. Privatwirtschaftliche Interessen werden vor kulturelle Interessen und Entwicklungsmöglichkeiten gestellt. Das White Rabbit war eine der letzten Kulturtagesstätten in Freiburg, in der eine künstlerische Entfaltung, Entwicklung und Ausprobieren noch möglich war. Daher trauern wir: um der Räumlichkeiten wegen, um der Atmosphäre wegen, um der schönen Momente wegen und um der Erinnerung wegen. Gemeinsam möchten wir mit euch dem White Rabbit seinen letzten Dienst erweisen und für ihn durch die Stadt ziehen, verschiedene Redebeiträge hören, uns erinnern und hoffen, dass vielleicht an einem anderen Ort, ein bisschen White Rabbit existieren kann.